Themen
Hier finden Sie eine Artikelsammlung über verschiedene Gesundheitsthemen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Krankenkassenleistungen ab 2012
Der Bundesrat hat beschlossen, 5 Methoden der Komplementärmedizin ab 2012 wieder in die Grundversicherung der Krankenkassen aufzunehmen, darunter auch die Akupunktur und chinesische Phytotherapie. Dieser Beschluss ist vorerst auf 5 Jahre befristet (bis 2017) und gilt nur für Leistungen, die von Ärzten/Ärztinnen (Dr. med.) ausgeführt werden.
Als nicht-ärztliche Therapeutinnen werden unsere Leistungen daher unverändert über die Zusatzversicherung abgerechnet. Dies hat den Vorteil, dass Sie als Patienten bei einer Behandlung "nur" den vertraglichen Selbstbehalt, jedoch nicht erst die gewählte Franchise der Grundversicherung abzahlen müssen. PatientInnen, die weiterhin unsere Leistungen über die Krankenkasse abrechnen möchten, sollen daher ihre Zusatzversicherung für Alternativmedizin auf keinen Fall künden! Eine spätere Wiederaufnahme durch die Krankenkassen werden nur nach Gesundheitsprüfung möglich und können von den Kassen verwehrt werden weil keine gesetzliche Aufnahmepflicht besteht.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Infoblatt unseres Berufsverbandes SBO-TCM (PDF)
Cornelia Sommer
Jede Jahreszeit hat eine eigene Qualität oder Energie, die sich nach Ansicht der Chinesischen Medizin auch auf den menschlichen Organismus auswirkt. Zum Beispiel sind die meisten Leute im Sommer aktiver als im Winter, wenn vermehrt der Rückzug in die warme Stube lockt. So passen wir uns ein Stück weit automatisch den äusseren Umständen an. Wenn wir es schaffen, mit den natürlichen Veränderungen zu leben, sind wir zufrieden -und meist sind wir dann auch gesundheitlich fit.
Mit der Akupunktur kann der Mensch zusätzlich unterstützt werden, sich auf die neue Energie der kommenden Jahreszeit einzustimmen. Konkret werden jeweils zum Saisonbeginn 2-3 Akupunktur-Punkte der entsprechenden Wandlungsphase genadelt. z.B. die Wandlungsphase Wasser am 22. Dezember für den im Winter.
Die saisonale Akupunktur eignet sich besonders für Leute, die ihr inneres Gleichgewicht pflegen möchten, sei es präventiv oder aufgrund einer Gesundheitsstörung.
Die nächsten Angebote in Winterthur:
| Frühling |
Wandlungsphase Feuer | 21. März |
| Sommer | Wandlungsphase Feuer | 21. Juni |
| Herbst | Wandlungsphase Metall |
23. September |
| Winter | Wandlungsphase Wasser | 22. Dezember |
Anmeldung per Mail möglich.
Cornelia Sommer
Trotzdem ist es genau im Winter an der Zeit, an den Heuschnupfen zu denken, das heisst v.a. an die Prophylaxe (Vorbeugung). Im Winter, ev. sogar schon im Spätherbst, beginnt man nämlich mit der Akupunkturtherapie gegen Heuschnupfen.
Aus Sicht der Chinesischen Medizin ist der Heuschnupfen, wie viele andere Allergien, eine Schwäche des körpereigenen Abwehrsystems. Dieses kann mit regelmässigen Akupunkturbehandlungen (ca. alle 2 Wochen) aufgebaut und gestärkt werden. Beim Ausbruch des Heuschnupfens wird je nach Stärke der Symptome 2-3 x pro Woche weiterbehandelt.
Wie viele Akupunktur-Sitzungen nötig sind, und wie gross der Erfolg schliesslich ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die einen Patienten merken im ersten Jahr vielleicht noch keine grosse Veränderung, während bei anderen die Heuschnupfensymptome bereits deutlich nachlassen. Grundsätzlich sollte sich der Heuschnupfen jedes Jahr mit der Behandlung abschwächen.
Cornelia Sommer
Die japanische Kinderakupunktur (Shonishin) ist eine sanfte Therapiemethode, die meist ohne Akupunkturnadeln auskommt.
Shonishin
ist eine nicht-invasive und damit auch eine nicht-angstmachende
Akupunkturmethode, bei der mit verschiedenartigen Instrumenten wie
Stäbchen oder Plättchen gearbeitet wird. Damit werden streichende,
schabende oder klopfende Reize auf der Haut ausgeführt und so die
Meridiane stimuliert. Auf diese Weise wird die Energie wieder in
harmonischen Fluss gebracht, Gesundheit, Abwehrkräfte gestärkt und die
Entwicklung des Kindes gefördert.
Diese sanfte und effektive
Therapieform ist besonders bei Säuglingen und Kleinkindern bis hin zu
Kindern im Einschulungsalter bei einer Vielzahl von Störungen und
Erkrankungen ausserordentlich wirkungsvoll, z.B. bei Verdauungs- oder
Schlafstörungen, Unruhe, Erkältungen, Allergien, Asthma, etc.
Cornelia Sommer
Mit Akupunktur können Mutter und Kind vor, während und nach der Schwangerschaft unterstützt werden. In einer problemlos verlaufenden Schwangerschaft wird in der Regel je eine Sitzung pro Schwangerschaftsdrittel empfohlen, jeweils in der 14., 24. und 34. Woche. Bei Beschwerden wie Übelkeit, Verdauungsproblemen oder Wasseransammlungen etc. sind zusätzliche Sitzungen möglich. Akupunktursitzungen während der Schwangerschaft sind eine Ergänzung zu den Kontrolluntersuchungen bei der Gynäkologin oder Hebamme und ersetzen diese nicht.
Geburtsvorbereitung: Ab der 37. Woche wird die werdende Mutter dann 1 x wöchentlich mit Akupunktur unterstützt.
Gerade während der Schwangerschaft, die ja ein natürliches Ereignis und keine Krankheit ist, wünschen sich viele Frauen neben der medizinischen auch eine ganzheitliche Begleitung. Die Akupunktur als Teil der Chinesischen Medizin bietet eine sanfte und natürliche Form der Schwangerschaftsbegleitung, die viele werdende Mütter und Väter schätzen.
Welchen Einfluss hat die Akupunktur auf die Schwangerschaft und Geburt? Gemäss wissenschaftlichen Studien aus verschiedenen Europäischen Spitälern, verkürzt sich die Geburt bei einer Erstgebärenden im Mittel um rund 2 Stunden, und es entstehen weniger Komplikationen bei der Geburt. Die Vorbereitung mit Akupunktur beeinflusst Schwangerschaft und Geburt positiv, indem sie
• Schwangerschaftsbeschwerden vermindert
• die Geburtsvorbereitung ganzheitlich unterstützt
• die Geburtsdauer verkürzt
Für weitere Informationen und Terminvereinbarungen stehen Ihnen die Therapeutinnen des TCM-Teams gerne zur Verfügung.
Cornelia Sommer
Kann die Wirkung der Akupunktur bei Schmerzen wissenschaftlich nachgewiesen werden?
Patienten und Patientinnen, die die positive Wirkung von Akupunkturbehandlungen selbst erfahren durften, brauchen wohl keine wissenschaftlichen Beweise!
Da aber viele bei uns nur das glauben, was wissenschaftlich bewiesen ist, werden jetzt an verschiedenen Universitäten Studien über die Wirkung der Akupunktur durchgeführt.
Eine Studie der University of Medicine in Newark liefert sichtbare Beweise der Wirkung der Akupunktur. Mit einer relativ neuen Methode der Kernspintomographie konnten die Forscher nachweisen, dass die Schmerzschwelle von verschiedenen Versuchspersonen nach einer Akupunkturbehandlung erheblich höher lag, das heisst, dass sie weniger starke Schmerzen verspürten. In dieser Studie wurde ein Akupunkturpunkt zwischen Daumen und Zeigfinger verwendet.
An der Ruhr-Universität Bochum wurden 400'000 Personen, die an chronischen Schmerzen litten (an Rücken- und Kopfschmerzen und Arthrosen) mit Akupunktur behandelt. Eine Linderung der Beschwerden trat bei 90% der TeilnehmerInnen auf, bei der Hälfte schon nach 4 Sitzungen!
Wie kann die Wirkung der Akupunktur erklärt werden?
Mit Hilfe der Neurophysiologie versucht man, die Wirkung der Akupunktur zu erklären.Durch die Akupunktur wird die Schmerzweiterleitung unterdrückt oder der Schmerz wird weniger bewusst. Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten, wird die Ausschüttung von verschiedenen Botenstoffen aktiviert. Die Botenstoffe unterdrücken auf unterschiedliche Weise die Schmerzweiterleitung im Rückenmark. Einige von ihnen vermindern die Freisetzung eines Schmerzüberträgers. Andere setzen sich direkt auf den Signalempfänger einer Nervenzelle womit der Durchgang für Schmerzimpulse "verstopft" ist.
Die Reizungen der Akupunkturnadeln lösen auch in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) eine Freisetzung der Glückshormone (Beta-Endorphine) aus. Diese gelangen direkt ins Gehirn, wenn dort jetzt ein Schmerzimpuls ankommt, wird er vom Gehirn einfach nicht als solcher interpretiert.
Barbara Candinas
Auch wenn immer mal wieder Schauergeschichten wie die "HIV-Fälle des Heilers von Bern" in der Boulevardpresse für Aufmerksamkeit sorgen, so sind diese zum Glück seltene Einzelfälle.
Akupunktur ist eine wirksame und saubere Methode ohne Ansteckungsgefahr!
Seriöse Akupunkteure und TCM-Therapeuten arbeiten in der Schweiz mit sterilen Einweg-Nadeln, die nach Gebrauch sachgemäss entsorgt werden.
Leider ist es für Laien nicht immer einfach, zwischen selbsternannten Heilern ohne solide Ausbildung und ausgebildeten Fachpersonen zu unterscheiden. Scharlatane gibt es immer dort, wo eine offizielle Kontrolle fehlt. In der Schweiz werden TCM-Fachleute wie Akupunkteure durch die Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin (SBO-TCM) geprüft und anerkannt, weil es noch keine eidgenössische Anerkennung gibt. An dieser wird seit Jahren gearbeitet, seit der gewonnenen Volksabstimmung nun wieder aktiv. Bis es soweit ist, informieren sich Patientinnen und Patienten am besten VOR einer Behandlung über die Qualität der Therapeutin oder des Heilers. In der Regel verfügen Fachleute über eine fundierte Ausbildung, die sie ausweisen können und sind Mitglied in einem Berufsverband. Genieren Sie sich nicht, genau nach zu fragen. Sie haben ein Recht zu wissen, wem Sie Ihre Gesundheit anvertrauen.
- Lesen Sie hier die Pressemitteilung unseres Berufsverbandes SBO-TCM.
Cornelia Sommer
Dinkel-Boulgour-Salat
entschlackend, ausleitend, bewegend, stärkt die MitteZutaten (möglichst frisch & bio)
3 dl Wasser
1 TL Meersalz
3 dl Dinkel-Boulgour
1 TL Senfpulver od. Senf
Pfeffer aus der Mühle
Meersalz
2 EL Apfelessig
1 TL Honig
4 EL Olivenöl
2 St. Stangensellerie
50g schwarze Oliven
1 Bund frische Petersilie
1 Bund Frühlingszwiebeln
junge Löwenzahnblätter
unbehandelte Zitrone, Schale
weitere Frühlings-Kräuter nach Gusto zugeben:
Bärlauch, Brennesseltriebe, Schnittlauch. Garnitur zum Essen: Gänse- und Schlüsselblümchen.
Zubereitung
Wasser und Salz aufkochen, Getreide zugeben, kurz aufwallen, Deckel aufsetzen und ohne den Kochprozess weiter zu stören, ca. 20 min auf kleinster Hitze quellen lassen. Es sollte alles Wasser aufgesogen sein.Für die Salatsauce Essig, Gewürze und Honig verrühren und das Öl dazumischen. Frühlingszwiebeln* und Stangensellerie* in feine Ringe, Oliven in dünne Stücke schneiden, Peterli grob hacken, Zitronenschale raspeln und mit Löwenzahnblätter alles zur Sauce geben.
Boulgour etwas abkühlen lassen, mit der Sauce vermischen und ziehen lassen.
* bei empfindlichem Magen, Frühlingszwiebeln und Stangensellerie kurz andünsten.
Anwendung
Die bewegenden, entschlackenden Gemüse und Kräuter werden sinnvoll ergänzt mit dem Getreide Boulgour, das die Mitte stärkt und Verdauungsbeschwerden wie Durchfall wie Verstopfung reguliert. Ein guter Salat für den Saisonstart!Cornelia Sommer